Erbrechen

Erbrechen

Erbrechen bei Tieren

Muss euer Hund/eure Katze häufig Erbrechen oder ist einfach nicht richtig fit?
Dann könnte da mehr hinter stecken!
Im Moment häufen sich bei mir die Ernährungsberatungen aufgrund von Futtermäkeligkeit, häufigen Erbrechen, Durchfall oder allgemeinem „Unwohlsein“ bei Hund und Katze.
Solche Symptome können natürlich einige Ursachen haben, doch oft steckt eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) dahinter.

Wo befindet sich die Bauchspeicheldrüse und was macht sie?

Die Bauchspeicheldrüse ist eine große Drüse und liegt im oberen Abschnitt des Bauchs, zwischen Magen und Dünndarm. Sie hat viele Funktionen, zwei der wichtigsten ist die Produktion des Hormons Insulin, welches den Blutzuckerspiegel kontrolliert und die Produktion von Verdauungsenzymen: Lipasen zur Fettverdauung, Peptidasen zur Eiweißverdauung und Amylasen zur Kohlenhydratverdauung. Dabei werden die Enzyme von dem Pankreas in einer inaktiven Form produziert und erst im Dünndarm in die aktive Form gebracht. Dieser Mechanismus ist sehr wichtig, um eine „Selbstverdauung“ des Pankreas zu verhindern.

Wie entsteht nun eine Pankreatitis?

Pankreatitis wird mit Bauchspeicheldrüsenenzündung übersetzt. Der Mechanismus, dass die Verdauungsenzyme nur in ihrer inaktiven Form im Pankreas vorliegen, funktioniert nicht mehr und die Verdauungssäfte beginnen nicht erst im Darm, sondern schon im Drüsengewebe mit der Verdauungstätigkeit und schädigen die Zellwände. Das ist teilweise mit großen Schmerzen verbunden, auch wenn milde Verläufe einer Pankreatitis oft unentdeckt bleiben.
Die Symptome einer Pankreatitis können bei Hunde und Katzen unterschiedlich sein:

Hunde:

  • Verweigerung von Futter trotz Appetit
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Episodenartiger Durchfall

Katzen:

  • Verminderter Appetit
  • Gewichtsverlust
  • Schwäche und Lethargie
  • Bauchschmerzen
  • selten Erbrechen und Durchfall

Die Diagnose gestaltet sich aufgrund der nicht eindeutigen Symptome schwierig. Und auch die Tierärzte reagieren meiner Erfahrung nach oft zurückhaltend und behandeln erstmal auf Gastritis oder Magen-Darm Virus. Häufig kann eine Blutuntersuchung Aufschluss schaffen, denn sowohl bei Hunden als auch bei Katzen kann man verschiedene Werte für die Tätigkeit der Verdauungsenzyme im Blutbild messen, die zusammen mit der Betrachtung der Symptome eine Pankreatitis wahrscheinlich machen.

Die Wahrscheinlichkeit, eine Pankreatitis zu bekommen, wird auch von mehreren Faktoren begünstigt, Auslöser sind vor allem Übergewicht, fettreiches Futter und bestimmte Medikamente. Außerdem kann eine chronische Pankreatitis mit anderen Erkrankungen einhergehen wie IBD, Diabetes, Cushing oder Lebererkrankungen.
In jedem Fall ist die einzige wirkungsvolle Maßnahme (neben Schmerzmittel und Infusion bei schlimmen Fällen) eine Futterumstellung. Grade bei Katzen ist oft eine lebenslange Diät nötig.
Um trotz Diät mit allen nötigen Nährstoffen versorgt zu werden, erstelle ich für diese Hunde und Katzen einen individuellen Ernährungsplan. Neben einem passenden Futter arbeite ich dabei auch gerne mit Nahrungsergänzungen auf Kräuterbasis, Mykotherapie (Heilpilzen) und Produktion zur Darmsanierung. Außerdem unterstütze ich meine Patienten bei Bedarf mit Lasertherapie und Akupunktur, um die Entzündung zurückzudrängen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Wenn ihr auch eine Futterberatung für euer Tier wünscht oder euch erstmal über die Möglichkeiten einer Ernährungsberatung informieren wollt, meldet euch einfach.

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