Manuelle Therapie

Traktion und Approximation

Traktion und Approximation
Hinter diesen etwas sperrigen Begriffen verbergen sich zwei manuelle Gelenkstechniken, die ich als Therapeut häufig bei Hunden und Pferden einsetze.
„Traktion“ ist lateinisch und bedeutet „Zug“, in diesem Fall „zieht“ man sozusagen die Gelenksflächen auseinander. In einem bestimmten Winkel werden beide knöchernen Gelenkspartner voneinander gelöst, in einem sehr geringen Ausmaß. Dabei werden die Kohäsionskräfte, das heißt, die Kräfte, die das Gelenk zusammenhalten aufgehoben, ebenso die muskulären Kräfte, die bei Fehlhaltungen/Überbelastungen auf das Gelenk wirken.
Was bringt das?
Zu aller erst […]

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Welche Auswirkungen haben Blockaden auf den Körper?

Welche Auswirkungen haben Blockaden auf den Körper?
Nach dem Motto „Kleine Ursache, große Wirkung“ können sich Wirbel- oder Gelenksblockaden auf den ganzen Körper auswirken. Als Therapeutin muss ich pathologischen Mechanismen von Blockaden erkennen und die Zusammenhänge zum Erscheinungsbild des Patienten herstellen. Dabei sind die Ursachen von Blockaden ganz unterschiedlich: Traumata, also Unfälle oder Verletzungen, länger andauernde Schonhaltungen, unpassendes Equipment, Muskelverspannungen oder degenerative Prozesse der Knochen und Gelenke.
Oft bleiben Blockierungen aber erst mal unbemerkt, da der Körper sofort versucht, das zu […]

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Kleine Blickschulung

Kleine Blickschulung
Auf dem Bild seht ihr ein Pferd mit leichtem Beckenschiefstand, zu erkennen ist das vor allem an der etwas asymmetrisch bemuskelten Hinterhand und den unterschiedlich hohen Kreuzbeinhöckern (tubera sacralia). Das Becken erscheint rechts höher und verändert somit die ganze Bewegungsmechanik des Pferdes. Ein Beckenschiefstand ist zusätzlich mit einer Spannungsänderung in der umgebenden Muskulatur und den Bändern verbunden, es entstehen muskuläre Dysbalancen. Das Kreuzbein, welches mit dem Becken das Kreuzdarmbeingelenk bildet, wird dann ebenfalls in die Läsionsrichtung des Beckens […]

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Schmerzmanagement

Schmerzmanagement
Ein hochtrabendes Wort, das aber bestimmt die Hälfte meiner Arbeit gut beschreibt: Das Betreuen und Behandeln von Tieren mit chronischen Schmerzen, sei es knöcherne Erkrankungen wie Arthrose, Spondylosen oder Nervenerkrankungen wie das Cauda-Equina Kompressionssyndrom oder organische Erkrankungen wie IBD oder Pankreatitis (solche Schmerzzustände werden häufig unterschätzt, sind aber teilweise genauso schlimm wie zb bei Arthrose!)
Das heißt im Klartext, es ist leider nicht so wie bei meinen anderen Patienten, dass ich einige Blockaden löse oder Muskelverspannungen und Zerrungen behandele und […]

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Arthrose

Arthrose
Jetzt im Herbst/Winter mit seinen nass-kalten Tagen beginnt wieder die Zeit, wo uns bei unseren Vierbeinern verschiedene Zipperlein, Wetterfühligkeit oder Steifheiten vermehrt auffallen. Meist ist der Grund dafür Arthrose bzw arthrotische Veränderungen. Der sogenannte „Gelenkverschleiß“ ist sowohl bei Pferden als auch bei Hunden und Katzen zu finden und kann die Beweglichkeit und letztendlich die Lebensqualität deutlich beeinflussen. Die pathologischen Veränderungen können den Gelenkknorpel, Knochen und Bänder betreffen. Da die Krankheit schleichend voran schreitet, merken wir als Tierbesitzer meistens nicht […]

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Kissing Spines

Kissing Spines
Heute möchte ich ein bisschen über die Diagnose „Kissing Spines“ schreiben. Erstmal zur Definition: „Kissing Spines“ englisch für „sich küssende Wirbel“ beschreibt eine Engstellung zweier oder mehrerer Processi spinosii (Dornfortsätze) der Wirbelsäule im Bereich der Brust- oder Lendenwirbelsäule.
Dabei können die Spitzen der Dornfortsätze aneinander stoßen, und nicht etwa die Wirbel selber, wie die Bezeichnung Kissing Spines vermuten lässt. Dieser Vorgang des Zusammenwachsens ist äußerst schmerzhaft und nicht selten äußern sich betroffene Pferde mit Bocken und Unwilligkeit unter dem […]

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Wund- und Narbenbehandlung

Wund- und Narbenbehandlung
Heute möchte ich ein bisschen auf die – oft unterschätzte – Bedeutung der Wund- und Narbenbehandlung bei unseren Vierbeinern eingehen.
Viele Tiere, die ich physiotherapeutisch behandele, haben Narben, sei es durch kleinere oder größere Verletzungen, Operationen oder nicht zuletzt durch die Kastration.
Dass sich das Narbengewebe vom „gesunden“ Gewebe unterscheidet, ist offensichtlich. Das bei der Wundheilung entstehende Gewebe wird von Fibroblasten gebildet und ist sehr faserreich. Dadurch wird es zwar stabil, die Haut dort bleibt aber wenig elastisch und […]

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