Traktion und Approximation

Traktion und Approximation

Traktion und Approximation

Hinter diesen etwas sperrigen Begriffen verbergen sich zwei manuelle Gelenkstechniken, die ich als Therapeut häufig bei Hunden und Pferden einsetze.
„Traktion“ ist lateinisch und bedeutet „Zug“, in diesem Fall „zieht“ man sozusagen die Gelenksflächen auseinander. In einem bestimmten Winkel werden beide knöchernen Gelenkspartner voneinander gelöst, in einem sehr geringen Ausmaß. Dabei werden die Kohäsionskräfte, das heißt, die Kräfte, die das Gelenk zusammenhalten aufgehoben, ebenso die muskulären Kräfte, die bei Fehlhaltungen/Überbelastungen auf das Gelenk wirken.
Was bringt das?
Zu aller erst Schmerzlinderung im behandelten Gelenk, dann Lockerung und Entkrampfung der umgebenden Muskulatur und ein Ansprechen der proprizeptiven Rezeptoren des Gelenks.
Dann wirkt es sich noch positiv auf die Produktion von Gelenkschmiere und die Versorgung des Gelenks mit Nährstoffen zum Knorpelaufbau aus.
Klassische Indikationen sind Bewegungseinschränkungen, Arthrosen und Gelenksblockaden.
Approximation (lateinisch „Annäherung“) ist nun das Gegenteil von Traktion, dabei werden die Gelenkspartner nicht von einander entfernt, sondern im geringen Maße komprimiert. Im Wechsel mit der Traktion entsteht im Gelenk eine Pumpwirkung, die sich günstig auf die Gelenksernährung, die Bildung von Gelenksknorpel und die Verflüssigung der Gelenkschmiere auswirkt.
Beides zusammen in regelmäßigen Abständen angewendet trägt sehr zu einer Verbesserung der Beweglichkeit und des Bewegungsausmaßes bei meinen Patienten bei.

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