Schmerzen erkennen

Schmerzen erkennen

Schmerzen erkennen

Viele Pferdebesitzer sind zum Glück mittlerweile sehr sensibilisiert, wenn es darum geht, Signale ihres Pferdes zu deuten und erkennen gut, wenn sich ihr Pferd schmerzhafte Blockaden, Verspannungen oder andere körperliche Einschränkungen zugezogen hat. Das passiert meistens schleichend, aber es gibt, wenn man darauf achtet, viele Hinweise im Pferdeverhalten, die auf Unwohlsein oder Schmerzen hindeuten können. Der Satz: „Tiere leiden stumm“ passt nach wie vor, denn: als Beutetiere waren Pferde darauf angewiesen, ihre Schwäche oder Schmerzen so lange es geht zu verbergen. Wer in freier Wildbahn signalisiert, dass er nicht fit ist, ist leichte Beute. Außerdem haben Pferde so gut wie keine Lautäußerungen, um Schmerzen zu signalisieren, anders als zb Hunde, die winseln oder jaulen können. Und biologische Reaktionen wie erhöhte Herzfrequenz und Temperatur oder geweitete Nüstern sind nicht eindeutig zuzuordnen und können auch auf Aufregung oder Stress hindeuten.

Da wir Pferdebesitzer aber so gut wie jeden Tag engen Kontakt zu unseren Pferde haben, können wir auf ihre Verhaltensweisen und Signale achten, um frühzeitig körperliche Einschränkungen oder Schmerzen zu erkennen. Einige Verhaltensweisen sind eindeutig, wie Widersetzlichkeiten beim Satteln und Reiten. Grade beim Satteln reagieren viele Pferde ablehnend und das hat immer einen Grund: Wirbelsäulenblockaden, muskuläre Verspannungen, Bauchschmerzen, Stoffwechselprobleme, um nur einige Dinge zu nennen. Außerdem besitzen auch Pferde ein Schmerzgedächtnis! Das heißt, sie bringen Dinge oder auch Orte mit schmerzhaften Erinnerungen in Zusammenhang. Das ist auch der Grund, warum ich meinen Patientenbesitzern oft nicht sagen kann: einmal behandeln und das Pferd läuft wieder!
Denn um das Schmerzgedächtnis zu „löschen“, braucht es auch Übungen und angepasstes Training und Equipment, um eine erlernte Schonhaltung aufzugeben und eine regelmäßige Kontrolle durch den Therapeuten. Grade bei chronischen Schmerzen oder lange bestehenden Blockaden kann man nicht mehr zwischen anfänglicher Blockade und Folgeproblemen unterscheiden oft halten jegliche „Behandlungen“ deswegen nur kurz. Nur wenn die Ursprungsproblematik beseitigt ist und die dadurch entstandenen Dysbalancen aufgelöst sind, kann das Schmerzgedächtnis gelöscht werden. Die Ursachen von Schmerz schnell zu behandeln, ist wichtig: anhaltender Schmerz bedeutet Stress für den Körper, die Immunabwehr wird geschwächt, die Durchblutung wird schlechter und nicht zuletzt werden die Schmerzsignale im Gehirn bei anhaltender Dauer immer intensiver wahrgenommen. Durch die Humanmedizin wissen wir, dass grade Akupunktur und Elektrotherapie bei der Unterbrechung der Schmerzweiterleitung eine wichtige Rolle spielen, deswegen verwende ich diese häufig im Anschluss an eine physiotherapeutische oder chiropraktische Behandlung.

Andere Symptome für Schmerzen sind weniger eindeutig:

  • einseitige Abnutzung der Zähne
  • Stoffwechselprobleme, schlechte Futterverwertung, auffälliges Trink- und Fressverhalten
  • Wesensveränderungen oder Aggressivität gegenüber Artgenossen oder dem Menschen

Wichtig ist nur, dass der Pferdebesitzer Auffälligkeiten bemerkt und zuordnen kann.
Wenn ihr euch unsicher seid, ob euer Pferd Schmerzen hat, dann meldet euch gern bei mir und wir vereinbaren einen Termin.

 

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