Ist Physiotherapie überhaupt nötig?

Ist Physiotherapie überhaupt nötig?

Mancher Hunde- oder Pferdebesitzer fragt sich sicher:

„Ist Physiotherapie überhaupt nötig?“
Klare Antwort: „Ja!“
Denn eine physiotherapeutische/chiropraktische Behandlung ist viel mehr als „Tiere streicheln“ und Wellness.
Vielmehr bekommt man eine genaue Bestandsaufnahme des Gesundheitszustands des Patienten und dementsprechend eine speziell auf ihn zugeschnittene Therapieform.
Wenn ich mir meine Termine für letzte Woche anschaue, dann sind das Patienten mit ganz verschiedenen Geschichten und Bedürfnissen:

  • ein 1 1/2 Jahre alter Berner Sennenhund, der beim Spielen mit einem anderen Hund angerempelt wurde und jetzt etwas unrund läuft: Ein blockierter Wirbel und daraus resultierend verspannte Schultermuskulatur waren der Übeltäter, durch die Kombination von Physiotherapie und Akupunktur konnte die Muskulatur gelockert werden und die Blockade wurde chiropraktisch gelöst.
  • eine 13 Jahre alte Hündin aus dem Tierschutz mit multiplen Problemen des Bewegungsapparats, Arthrosen, Spondylosen, Gliedmaßenfehlstellungen, zu ihr komme ich regelmäßig, bei der Behandlung steht Schmerzlinderung und Verbesserung der Beweglichkeit im Vordergrund.
  • Ein 6 jähriges Pferd, dass seit einiger Zeit Taktunreinheiten zeigt, durch Lösen der Wirbel Blockaden, Aufheben der Schonhaltung und anschließenden Übungsaufgaben für die Besitzer findet es wieder in die physiologische Bewegung zurück.
  • Ein älteres Pferd mit chronischer Phlegmone am Hinterbein aufgrund eines länger zurück liegenden Unfalls, hier wende ich Lymphdrainage und Lasertherapie an und berate die Besitzer bezüglich geeigneter Phytotherapie zur Unterstützung der Ausscheidungsorgane
  • ein 5 jähriger Maltesermischling mit habitueller Patellaluxation, da lege ich den Fokus auf Behandlung der überlasteten Strukturen und Übungen zum Muskelaufbau und Koordination, damit der Kleine wieder ein vernünftiges Gangbild bekommt.
  • eine Stute, zu der ich regelmäßig zur Rehabilitation komme, da sie eine Verletzung mit Bänderschaden im Knie hatte. Neben Lasertherapie und Akupunktur zur Beschleunigung der Heilung bekommen die Besitzer einen Trainingsplan an die Hand, der regelmäßig an die Fortschritte der Maus angepasst wird.
  • ein 7 monatiger Junghund, der mäkelig frisst und immer dünner wird, zudem hatte er langwierige Probleme mit Parasitenbefall.

Hier erstelle ich nach ausführlicher Anamnese einen individuellen Futterplan, der berücksichtigt, dass Magen- und Darm Trakt nach dem Parasitenbefall empfindlich ist und das passende Bakterienmilieu erst wieder aufgebaut werden sollte.
Das ist nur ein kleiner Einblick in die Vielzahl von Patienten, die ich tagtäglich „unter meinen Fingern habe“.
Des öfteren ergänzen auch Katzen, Kaninchen, Esel oder andere „Exoten“ meinen Patientenkreis.
Die Liste der Indikationen für eine physiotherapeutische Behandlung ist lang, sei es das akute Problem am Bewegungsapparat, Post operativ oder posttraumatisch zur Rehabilitation, bei organischen Problemen oder begleitend bei älteren Tieren.
Dabei wird mein Behandlungsspektrum von Physiotherapie, Chiropraktik, Akupunktur, Blutegeltherapie, Lasertherapie oder Elektrotherapie, Rehatraining, Faszientherapie oder Ernährungsberatung individuell auf jeden Patienten angepasst und bei Bedarf halte ich auch gerne Rücksprache mit Tierärzten, Hufbearbeitern und Trainern.
Natürlich kann Physiotherapie nicht zaubern oder alle Krankheiten heilen, aber sie ist mittlerweile eine ganz wichtige Säule in der Tiergesundheit geworden.

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