Die Rippenblockaden

Die Rippenblockaden

Die Rippenblockaden

Diese Gefühl hatte bestimmt jeder von uns schon mal: so ein plötzlicher stechender Schmerz im Brustkorb, der bis zwischen die Schulterblätter und den unteren Rücken ziehen kann. Oft ist dann auch für ein paar Minuten das Atmen schmerzhaft.
Ursache dafür können bei Mensch und Tier Blockierungen der Rippen/-gelenke sein.
Schauen wir uns die Anatomie der Brustwirbelsäule und der Rippen bei unseren Tieren an:

Die Brustwirbelsäule besteht aus 13 Wirbeln beim Hund und 18 Wirbeln beim Pferd. Die Brustwirbel sind über ein kleines Gelenk jeweils mit einem Rippenpaar verbunden. Die Rippen wiederum sind direkt oder indirekt mit dem Brustbein verbunden und bilden so ein schützendes Konstrukt um die lebenswichtigen Organe im Brustkorb wie Herz und Lunge. Trotz dieser stabilen Verbindung sind die Rippen in kleinem Maß beweglich – beim Einatmen können sie sich nach außen bewegen (Erweiterung des Brustkorbs) und beim Ausatmen nach innen.
Außerdem stabilisieren sie dynamisch den Brustkorb bei der Längsbiegung.
Die Rippengelenke sind zwar nicht so beweglich wie zb das Karpalgelenk, aber trotzdem können sie in ihrer Bewegung blockieren mit der Folge der oben genannten Symptomatik.
Durch die Verbindung der Rippen zum Zwerchfell und nervale Verbindung zur Halswirbelsäule können Symptome von Rippenblockaden auch an anderen Stellen auftreten.
Nun können unsere Tiere nicht direkt sagen, „wo es weh tut“, so dass man auf Schmerzanzeichen achten sollte. Im Fall von Rippenblockaden können es sein:

  • Eingeschränkte Beweglichkeit beim Reiten, schlechtere Biegung zu einer Seite
  • Etwas erschwerte Atmung, grade bei Anstrengung
  • Bei Hunden vermehrtes Hecheln
  • Schonhaltung, aufgekrümmter Rücken, bis zu Lahmheiten der Vorhand
  • Symptomatik wie bei Bauchschmerzen

Bei atemwegserkrankten Pferden können Rippenblockaden den Schleimabfluss und das Abhusten verschlechtern.
Ich prüfe bei meinen Behandlungen immer auch die Funktion der Rippen und nicht selten erlebe ich, dass wenn eine Rippenblockade gelöst wurde, das Tier im wahrsten Sinne des Wortes „einmal tief durchatmet“

(Das Foto zeigt die gelenkige Verbindung der Brustwirbel und der Rippen bei meinem Hundeskelett)

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