Atemwegserkrankungen & Equines Asthma

Atemwegserkrankungen & Equines Asthma

Atemwegserkrankungen & Equines Asthma

Im Moment und im Winter generell werde ich oft zu Husten-Patienten gerufen, oft auch, weil bisher keine Therapie so richtig geholfen hat.
Dabei wird unterschieden zwischen einem akuten Atemwegsinfekt (welcher unbehandelt durchaus auch chronisch werden kann) und chronischer bzw. allergisch bedingter Husten/COPD/RAO.
Die Ursachen für Husten bei Pferden sind sehr verschieden – sie reichen von mechanischen Reizungen durch Staubpartikel oder trockene Luft über Allergien (Histamine, Schimmelsporen) bis zu biomechanischen Ursachen wie Verspannungen oder Rippenblockaden.
Jetzt in der Zeit zwischen Herbst und Winter kommen dann noch die klassischen Atemwegsinfektionen dazu.
Wechselnde Wetterverhältnisse, weniger Bewegung, nicht gut belüftete Ställe – aber auch ein belasteter Stoffwechsel und ein geschwächtes Immunsystem können die Ursache sein, warum manche Pferde infektanfällig sind und gefühlt jeden Winter mit Atemwegsinfekten zu kämpfen haben.
Die Therapie bei Atemwegserkrankungen muss auf jeden Fall ganzheitlich erfolgen und schließt neben der eigentlichen Behandlung genauso Haltung und Fütterung mit ein.

  • Betrachten wir die Brustwirbelsäule und ihre Nervenverbindungen wird klar, dass Blockaden dort oder im Bereich der Rippen direkt im Zusammenhang mit Hustenreiz und Bronchitis stehen. Da die Schultern rein muskulär am Brustkorb „aufgehängt“ sind, ist dieser Bereich generell anfällig für Muskelverspannungen und die Pferde können nicht mehr tief „Durchatmen“. Durch die fasziale Verbindung zu den Zwischenrippenmuskeln und des Zwerchfells können kommt es oft zu Spastiken und quasi permanenten Hustenreiz ohne nennenswerten Ausfluss.
  • Bei älteren Tieren kann auch noch die Tendenz zum Herzhusten dazu kommen
  • Die Entgiftungsorgane Leber und Niere arbeiten sowohl bei allergischen Geschehen als auch bei Infekten auf Hochtouren. Vor allem die Leber ist neben der Haut und dem Darm das größte Entgiftungsorgan des Körpers und muss mit Kontaminationen aller Art, über die Nahrungsaufnahme oder mit den Folgen nicht optimaler Haltung fertig werden. So ist es auch erklärlich, dass Pferde mit geschwächter und belasteter Leber leicht die Neigung zu immer wiederkehrenden Atemwegserkrankungen zeigen können
  • In der TCM gehören Lunge und Dickdarm zu einem Funktionskreis, so dass man bei Atemwegserkrankungen auch immer die Darmgesundheit unter sie Lupe nehmen sollte
  • Weniger Bewegung, evtl. nicht gut belüftete Ställe, Ammoniakbildung oder mit Staub/Schimmelsporen belastetes Heu und Stroh verschlimmern oft die Situation von chronisch kranken Pferden im Winter zusätzlich. Dabei ist es wichtig, die Haltungsbedingungen anzupassen: Heu bedampfen, staubfreies Einstreu verwenden, auch in der Umgebung des Pferdes auf Staubbelastung achten und das Pferd regelmäßig körperlich zu arbeiten, damit alle Lungenareale angesprochen werden.
  • Inhalation oder Solebox helfen, zähen Schleim zu verflüssigen, so dass er abgehustet werden kann. Es sollte aber schon über einen längeren Zeitraum inhaliert werden, da es manchmal 4 bis 6 Wochen dauert, bis sich getrockneter und zäher Schleim löst.

In meiner Praxis nutze ich zur Unterstützung bei Atemwegserkrankungen sowohl Physiotherapie und Chiropraktik zur Entlastung des Atemapparats und dazugehörigen Strukturen als auch die klassische Akupunktur nach TCM oder Lasertherapie zur Stabilisierung des Immunsystems, zur Stärkung von Leber und Niere und zum Lösen von zähem Schleim.
Außerdem können passende Kräuter und eine bedarfsgerechte Mineralisierung zur schnelleren Genesung beitragen.
Dabei arbeite ich selbstverständlich eng mit Tierärzten und THPs zusammen.

In diesem Sinne bleibt ihr und eure Pferde schön gesund.

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